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1100-Liter Aquarium!

UPD: 01.03.09

Planung

Im Spätsommer 2004 begann ich mit den ersten Aktivitäten zur Umsetzung eines neuen Aquariums. Anfänglich noch mit der groben Richtung die "magische" Grenze von 1000 Litern zu überschreiten. Die Klärung der Statikfrage nahm den größten Part an, hier mussten die Bauunterlagen des Hauses beschafft werden sowie eine Festlegung der künftigen Beckengröße und eine Klärung der Beförderung in die erste Etage in unsere Wohnung erfolgen.

Mein Ziel war es den "goldenen" Mittelweg zwischen einer für größere Erdfresser geeigneten Grundfläche, einem Becken mit akzeptablen laufenden Unterhaltungskosten, sowie nicht all zu viel verschenkten Wohnraum zu realisieren:

Umsetzung

Nach Abschluss der Planungsphase wurde das Projekt im Frühjahr 2005 mit einer Vorortverklebung umgesetzt. Ich entschloss mich für ein Aquarium mit den Maßen 215cm x 85cm x 60cm aus 15mm Glas, ein Sondermaß bei dem alle Komponenten eine Sonderanfertigung unumgänglich machten. Die Beckenlänge von 215cm ist damit begründet, dass mit längeren Glasscheiben kein Durchkommen in die 1te Etage möglich war bzw. problematisch wäre, allein die Bodenscheibe wiegt ca. 85kg. Das Untergestell wurde aus Vierkantrohren entsprechend des statischen Nachweises geschweißt, eine Abdeckung aus Aluminium-Profilen sowie ein dimmbarer T5-Leuchtbalken mussten in Eigenleistung dann gebaut werden.

In dem neuen Aquarium sollten auch "Back-to-Nature" - Module Platz einnehmen, da der Hersteller Rückwände nur bis 200cm anbietet, wollte ich keine "verlängerte" Rückwand haben, bei der die fehlende Länge angestückelt ist, es galt auch der Grundsatz kein Fisch darf hinter die Rückwand gelangen können, hier hatte ich in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gesammelt. Als Versteck- bzw. Rückzugmöglichkeiten bietet sich der Platz zwischen den Modulen gut an und wird gern genutzt, dieser ist bei den Rückwänden nicht gegeben. Auch die Frage der Filterung zerbrach mir den Kopf, zu mal ich einen Filter haben wollte, der für den Besatz und diese Beckengröße geeignet ist, wartungsarm und zusätzlich sollte auch kein Wasser das Aquarium verlassen, weder per Schläuche noch per Verrohung. Diese Anforderungen an die Filterung galt es umzusetzen. Anfänglich sehr skeptisch dem Prinzip von einem Filter hinter der Rückwand, mangels fehlender Erfahrung und sicherer Erkenntnisse, wagte ich den Versuch zu unternehmen.

Als Filteranlage wurde der "verschenkte" Raum hinter den Modulen als Innenfilter ausgenutzt. Im "B" Modul (ganz rechts) wird per 50x9x9cm Schwamm aus dem Gartenteichbereich mittels einer Tunze Pumpe(2400 Liter/h regelbar) per 20mm PVC-Verrohrung Wasser in die anderen beiden auf der Rückscheibe montierten Module gefördert. Die Einleitung des vorgefilterten Wassers in die Module, erfolgt per T-Stücke, die beim Auslas jeweils eine Reduktion auf 10mm haben. Die Wassereinlässe sind in "Reihe" geschaltet, das E-Modul hat nur einen Einlas, das H-Modul 2, ein Teil des vorgefilterten Wassers wird auch direkt wieder ins Aquarium eingeleitet. Die Module auf der Rückseite ("E" und "H") haben jeweils ein Gitter(Möbelbelüftung aus dem Baumarkt) unten als Ausgang. Wobei die beiden Module (H und E ) der Rückscheibe noch zusätzlich um etwa ca. 7cm vorgezogen wurden.

Das linke seitliche "A" Modul wird mit einer Tunze Pumpe(2400 Liter/h regelbar) zusätzlich als Schnellfilter betrieben, hier wird das Wasser diagonal in Richtung "B" Modul ausgeströmt. Das Volumen der Module lässt sich nicht genau berechnen, da es keine geometrischen Figuren sind, es dürften jedoch ca. 130-170 Liter sein. In erster Linie sind diese mit Schwammwürfeln, hier wurden Schaumstoffmatten in Würfel geschnitten, oben schwimmen ein paar befüllbare Biobälle, diese sind mit Keramikröhrchen und Kugeln befüllt, ganz unten im Filter liegen noch weitere grobe Keramikröhrchen sowie Lavagestein aus dem Teichbereich.

Die Zwischenräume der Module sind mit Silikon verstrichen und mit dem gleichen Sand bestreut worden, wie der Bodengrund bei der Ersteinrichtung war. Das Silikon wurde einfach in alle Richtungen aufgetragen und mit Fingern(natürlich Handschuhe) etwas geformt, sieht so natürlicher aus. Das Silikon wurde nicht ganz bis auf die Klebenaht aufgetragen.

Insgesamt wurden 6 Module verbaut, Rückseite von Rechts nach Links B, E, H auf der linken Seite ein A, auf dem Boden Zwischen E und H noch ein G-Modul und auf dem Quersteg oben noch ein N - Modul. Im Sommer 2006 kam noch ein Boden-Modul aus der Woodrock-Serie hinzu. Dadurch konnte die Menge des Bodengrundes im Aquarium reduziert werden und somit auch das Gewicht. Zwischenzeitlich sind es nur noch 60kg statt der anfänglichen 160kg Sand.

Das Aquarium wird mit getrennt(jeweils vordere und hintere Reihe) schaltbaren, dimmbaren T5-Leuchtbalken 4x 24W (2x JBL Solar Ultra Natur, 9000K und 2x JBL Solar Ultra Tropic, 4000K) beleuchtet, damals war die Auswahl an T5-Leuchtmittel recht spärlich. Die Steuerung der Beleuchtung übernimmt ein GHL - ProfiLux II Aquariencomputer, das Becken wird von 6:30 bis 23:00 beleuchtet (und zwar von 6:30 bis 11:00 vordere Reihe von 0% bis 100% aufdimmen, von 11:00 bis 13:00 zweite Reihe aufdimmen, 1-te Reihe 100% an, 13:00 bis 16:00 beide Reihen 100% an. Ab 16:00 bis 19:00 wird die erste Reihe abgedimmt, ab 19:00 dann bis 23:00 die zweite Reihe abgedimmt.)

Die Heizung ist auf 250W und 150W verteilt und erflogt in der Schlammkammer des Filters auf 27,6°C. Aus Sicherheitsgründen verfügt das Aquarium über eine eigene Stromzuleitung direkt aus dem Sicherungskasten, der permanente Stromverbrauch wird gemessen und lag bei der verwendeten Technik bei 2000 KWh im ersten und bei 1800 KWh im zweiten Betriebsjahr. Dabei ist die linke nicht einsehbare Scheibe sowie die Rückseite wärmegedämmt.

Geophagus Aquarium 2005
nach der Einlaufphase im Mai 2005

Geophagus Aquarium 2007
Gesamtansicht in 2007

Geophagus Aquarium 2008
Gesamtansicht Anfang 2008

weitere Fotos einiger Bewohner

Details

Becken:
  • 215(L)x85(T)x60(H) = 1100 Liter (steht im Wohnzimmer, 1-te Etage, statischer Nachweis)
Einrichtung:
  • Raunheimer Aquarzsand 0,7-1,2mm, 60kg
  • 6 BTN-Module(A, B, E, G, H, N) + 1 Bodenmodul aus dem Woodrock system
  • 2 Große Wurzeln je ca.130cm
Technik:
  • Heizung: 250W+150W
  • Filter: in der Rückwand integriert, mit 2 x Tunze Turbelle® electronic 7200/2 (2400Liter/h bei 13W, regelbar)
  • Beleuchtung: 4x24W T5, getrennt (vordere und hintere Reihe) dimmbar und schaltbar mit ProfiLux 2 (AQ Computer)
  • Abdeckung: Aluprofile und Plexiglas
  • Verbrauch: im ersten Betriebsjahr 2000 KWh/Jahr (gemessen), im 2-ten 1800 KWh

Mein Aquarium bei Einrichtungsbeispiele.de.

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