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Geophagus sp. Altamira!

UPD: 01.03.09



Autor & Copyright: Dr. Jörg Albering (A 00 7682), Bericht für DCG-Allgäu

Vorkommen

Geophagus spec. „Altamira“ wurde nach dem Fundort nahe der Stadt Altamira am Rio Xingu benannt. Dort kommt sie nach Angaben von Stawikowski (Stawikowski, 1989) in sandigen und schlammigen Uferbereichen vor.

Aussehen und ähnliche Arten

G. spec. „Altamira“ gehört zu den großwüchsigen Erdfressern, adulte Männchen können nach einigen Jahren 25-27 cm Gesamtlänge erreichen. Es handelt sich bei dieser Art um relativ hochrückige Tiere mit beeindruckender Beflossung. Insgesamt ähneln Altamira-Erdfresser im Habitus stark den nahe verwandten G. altifrons, unterscheiden sich jedoch von dieser Art durch den wesentlich größeren Lateralfleck.

Haltung

Da G. spec. „Altamira“ zu den größeren Erdfressern zu zählen ist, sollte man für die Haltung einer Gruppe dieser Tiere das Becken nicht zu klein (minimal 400-500 l, besser größer!) wählen, da diese Art auch durchaus streitbar sein kann. Bezüglich der Wasserwerte und W.-Temperatur stellt diese Art keine besonderen Ansprüche, die Zucht gelingt auch in Wasser mittlerer Härte, man erzielt allerdings bessere Ergebnisse, wenn die Tiere in weichem Wasser gehalten werden, - auch die Farben erscheinen in weichem Wasser intensiver und leuch­tender. Die Ernährung ist ebenfalls unproblematisch, es wird jedes gängige Flocken- und Granulatfutter akzeptiert, anzuraten ist jedoch eher die Verwendung von qualitativ hochwertigem Frost­futter (ML, Mysis, Krill, Artemia) und die Gabe von Grün­futter (z.B. O.S.I.-Spirulina-Flakes) bzw. Gemüse (gehackter Salat, Erbsen, Reis)

Zucht

Die Unterscheidung der Geschlechter ist nicht trivial, bei adulten Exemplaren erkennt man die Männchen am leichtesten am Habitus und den größeren Flossen. Am besten ist es, man läßt die Tiere ihre Partner aus einer kleinen Gruppe selber wählen. Es handelt sich bei G. spec. „Altamira“ um einen ovophilen Maulbrüter, bei dem meistens das Weibchen direkt beim bzw. nach dem Ablaichen die Eier in das Maul aufnimmt und nach 10-11 Tagen dann die bereits schwimmfähigen Jungtiere entläßt und noch mehrere Wochen betreut. Es kommt allerdings auch immer wieder vor, daß sich das Männchen an der Brutpflege beteiligt und bereits nach wenigen Tagen sowohl die Larven als auch die freischwimmenden Jungfische zusammen mit dem Weibchen pflegt. Die weitere Aufzucht der Jungfische gelingt leicht sowohl mit lebenden als auch mit entkapsulierten Artemien bzw. pulversiertem Flockenfutter.


Literatur:

  • R. Stawikowski, DATZ, 42(8) (1989), 476 – 480.
  • T. Weidner, Südamerikanische Erdfresser, Cichlid Press, 2000.

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Autor & Copyright: Dr. Jörg Albering (A 00 7682), Bericht für DCG-Allgäu

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